Willkommen bei Insekten-hotels.de

Auf unserer Seite finden Sie alle Informationen rund um Insektenhotels. Hier können Sie sich Informieren, eine Bauanleitung herunterladen oder fertige Insektenhotels und Bausätze anschauen.

Das erfahren Sie auf unser Seite

  • Wer zieht in mein Insektenhotel ein?
  • Wo ist der beste Platz im Garten?
  • Was passiert im Winter?
  • Wo bekomme ich ein Insektenhotel her?

Bausatz Landsitz Superior

10 Zimmer, Balkon und Terrasse Maße ( B x H x T )47 x 37 x 12 cm

Er enthält eine bebilderte Bauanleitung bzw. Bauplan und alles an benötigtem Material. 

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Grundlegende Informationen

Man sieht es immer häufiger in Gärten und Parkanlagen, auf Schulgeländen und in Landschaftsgärtnereien, am Feldrand und sogar auf Balkonen: Das Insektenhotel. 
Gemeint sind damit künstlich hergestellte Nist- und Überwinterungsplätze für Nützlinge in unterschiedlichen Größen, die freistehend oder hängend an Bäumen und Hauswänden angebracht werden können. Der Name Insektenhotel rührt von der hausähnlichen Bauart her, die aus mehreren Etagen bestehend von oben durch einen dachartigen Überstand geschützt wird.
Die biologische Bewirtschaftung von landwirtschaftlichen Nutzflächen hat in den letzten Jahren sehr an Bedeutung gewonnen, genau wie die naturnahe Gestaltung unserer Hausgärten. Der Trend geht zunehmend weg von sterilen Einheitsbepflanzungen, pestizidbelastetem Gemüse und dem Einsatz von Unkrautvernichtern. Wer Feld oder Garten unter ökologischen Gesichtspunkten bewirtschaften möchte, für den sind Insekten jedoch unverzichtbar. 

Lebensraum schaffen - Wer zieht ein?

Den bei uns beheimateten Insektenarten, die durch intensive Flächennutzung, radikale Schädlingsbekämpfung und Monokulturen kaum noch artgerechte Lebensräume finden, soll das Insektenhotel eine Möglichkeit zur Brutaufzucht und Überwinterung bieten. Zugleich bilden diese Behausungen einen wichtigen Teil im Natur- und Bestandsschutz, unterstützen das ökologische Gleichgewicht und ermöglichen uns interessante Einblicke in die Lebensweise unterschiedlicher Insekten. Wer sich ein Insektenhotel näher betrachtet, wird über die Artenvielfalt der friedlich nebeneinander lebenden Bewohner erstaunt sein.

Nicht nur Hummeln und Wildbienen, Schlupf-, Grab-, Weg- und Brackwespen können hier beobachtet werden. Auch Blumenwanzen, Flor- und Schwebfliegen, Raub- und Marienkäfer, Ohrwürmer, Glühwürmchen und Schmetterlinge nehmen ein solches Habitat gern an.

Sie alle leisten nicht nur einen großen Beitrag zur Bestäubung und Befruchtung von Blumen und Obstgehölzen. Diese Insekten und ihre Larven vertilgen außerdem täglich z. T. ein Vielfaches ihres eigenen Körpergewichts an saugenden und nagenden Schädlingen mitsamt deren Brut. Daneben sichert eine vielfältige Insektenpopulation auch den Bestand der bei uns heimischen Singvögel, deren Junge auf proteinreiches Insektenfutter angewiesen sind.

Worauf sollte man achten?

Wenn ein Insektenhaus nicht nur als Gartenaccessoire dienen, sondern wirklich neuen Lebensraum für unterschiedliche Nützlinge bieten soll, muss bereits vor dem Bau einiges beachtet werden. Denn das Insektenhotel kann noch so stabil konstruiert und mit natürlichen Werkstoffen befüllt sein: Wenn sich in der näheren Umgebung nur sterile Grünflächen und importierte Blühpflanzen befinden oder Bäume und Sträucher fehlen, wird man vergeblich auf Besuch und Besiedelung der Unterkunft warten.

Nur einheimische Blumen, Sträucher, Bäume und Pflanzen, Wildkräuter und Wiesenblumen bieten den fliegenden Gästen genügend Nahrung, um sie am Standort zu halten. Die Gartengestaltung sollte also zumindest in Teilen dahingehend ausgerichtet sein. Um die Attraktivität des Standortes zu erhöhen, kann den Bewohnern ausreichend Material wie Sand und Lehm zum Eigenbau zur Verfügung gestellt werden. Außerdem ist es vorteilhaft, wenn das Insektenhotel über eine Wasserstelle in der Nähe verfügt. Kleine flache Schalen wie z. B. Vogeltränken sind gefahrlos und für Insekten besser geeignet als große, tiefe Gefäße.

Wo bekomme ich ein Insektenhotel her?

Ein fertiges Insekten-Hotel bekommt man überall im Fachhandel, wahlweise zum Aufstellen oder Anhängen. Wer sein Insektenhotel lieber selbst bauen möchte, kann über Naturschutzverbände ausführliche Bauanleitungen erhalten. Bei der Konstruktion muss darauf geachtet werden, dass alle verwendeten Materialien vollkommen trocken, naturbelassen, frei von Pestiziden, Lack und Lösungsmitteln sind und nicht mit Holzschutz oder Imprägnierung vorbehandelt wurden. Größere Lücken werden mit Lehm, Moos oder Stroh, Kieselsteinen, Borke und Rindenstückchen oder kleinen Reisigbündeln gefüllt. Dadurch wird Zugluft verhindert und in der kalten Jahreszeit die Wärmeisolation in den einzelnen Fächern erhöht. Für das Aufstellen oder –hängen des fertigen Insektenhotels wird am besten ein wind- und regengeschützter, vollsonniger Platz gewählt und die Einflugöffnung südwärts ausgerichtet. Der günstigste Zeitpunkt zum Aufstellen ist Februar/März, bevor die Insekten aus der Winterruhe erwachen.

Was passiert im Winter mit meinem Insektenhotel?

Das Hotel sollte ganzjährig draußen im Freien gelassen und nicht etwa im Winter zum Schutz gegen Witterungseinflüsse ins Haus geholt werden. Die höheren Temperaturen drinnen könnten die überwinternden Nützlinge ansonsten glauben machen, es sei bereits Frühling und damit Zeit, das Winterquartier zu verlassen.